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Ökodesign / Energielabel
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FAQ | Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen zu bestimmten Produkten finden Sie auf den entsprechenden Produktgruppenseiten.

Sammlungen von Fragen und Antworten zu Ökodesign und Labelling hat auch die EU-Kommission auf ihren Websiten veröffentlicht.

Muss ich meine alten Glühlampen, Motoren, Waschmaschinen usw. jetzt wegwerfen?

Nein, einmal rechtmäßig in Verkehr gebrachte Produkte dürfen weiter abverkauft, eingesetzt und benutzt werden.

Auch gebrauchte Produkte dürfen weiterhin verkauft werden. Wenn eine Verordnung auch Anforderungen an die Inbetriebnahme stellt, werden diese nur wirksam, wenn das Produkt vorher nicht in Verkehr gebracht wurde (Import für Eigenbadarf oder eigene Herstellung).

Gelten Ökodesignanforderungen nur für Produkte mit einem Marktvolumen über 200.000 Stück pro Jahr?

Nein. Eine einmal erlassene Verordnung unter der Ökodesignrichtlinie gilt für jedes Produkt in ihrem Geltungsbereich einzeln. Dabei ist es egal, ob ein Hersteller / Importeur im Jahr 2 oder 2 Millionen Stück eines Modells oder einer Produktgruppe auf den Markt bringt.

Die Bedingungen aus Artikel 15 der Richtlinie, also auch die 200.000 Stück pro Jahr auf dem europäischen gemeinsamen Markt, sind ein Anhaltspunkt für die EU-Kommission, ob sie eine Verordnung für eine Produktgruppe vorschlagen soll oder nicht. Damit soll erreicht werden, dass sich die Regelungen auf Massenprodukte konzentrieren. Gezählt wird aber jedes Gerät innerhalb der Produktgruppe (Aufgabe der Vorstudien), egal welcher Hersteller / Importeur es in Verkehr bringt und unter welcher Modellbezeichnung. Ist eine Verordnung erlassen, hat Artikel 15 keinen direkten Einfluss mehr auf eine bereits geregelte Produktgruppe.

Sind die Verordnungen „zur Umsetzung der Richtlinie 2005/32/EG“ jetzt ungültig? Es gibt doch eine neue Fassung der Richtlinie, die die bisherige aufhebt!

Nein. Die Verordnungen gelten unter der Richtlinie 2009/125/EG unverändert weiter, die neue Richtlinie übernimmt die Funktion ihres Vorgängers. In Anhang X der Richtlinie 2009/125/EG wird ausgeführt welche Artikel der alten Richtlinie wo übernommen wurden.

Fahrzeuge sind aus der Richtlinie ausgenommen. Gilt das auch für Geräte zum Einbau in Fahrzeuge?

Ja, aber es muss klar sein, dass das Gerät nur für den Einbau in Fahrzeuge gedacht ist.

Ein Autoradio, ein Topplicht für Boote oder ein Elektromotor für den Hybridantrieb sind solche Bespiele. Wenn Verwendungen außerhalb von Fahrzeugen technisch möglich, aber nicht vorgesehen sind (z.B. Ventilatoren/Motoren auf Schiffen oder in Eisenbahnen), muss dies vom Hersteller /Importeur eindeutig gekennzeichnet werden.

Produkte, die von einer Durchführungsmaßnahme betroffen sind und eindeutig innerhalb und außerhalb von Fahrzeugen verwendet werden (z.B. portable Geräte mit Adapter für den Fahrzeugbetrieb) müssen die sie betreffenden Verordnungen einhalten.

Mein Produkt wird als Profi-Gerät verkauft. Muss es die Standby-Anforderungen nach Verordnung 1275/2008/EG trotzdem einhalten?

Ja, die Verordnung sieht dies eindeutig vor "auch dann, wenn sie für Anwendungen außerhalb von Haushalt und Büro angeboten werden." (Art. 2, 1.).

Kann ich als Hersteller / Importeur die Einhaltung der Anforderungen selbst messen oder muss das ein akkreditiertes Labor machen?

Bei bisher allen Ökodesignverordnungen ist die Hersteller-Selbsterklärung vorgesehen.

Das heißt, Sie können messen lassen oder selbst messen. Wichtig ist, dass in Ihrer Konformitätsbewertung klar dargelegt ist, wie Sie zu dem Schluss kommen, dass Ihr Produkt mit den Anforderungen konform ist. Bei der Einhaltung von Grenzwerten genügt ein Messprotokoll mit Angabe der Messnorm oder gleichwertige Messvorschrift und Angaben über die verwendeten Geräte und die Auswahl der Prüfmuster. Die Konformitätserklärung enthält dann nur noch den Verweis auf die eingehaltene Verordnung und die Messvorschrift.

Sind batteriebetriebene Geräte von der Ökodesignrichtlinie betroffen?

Bisher gibt es nur Anforderungen für batteriebetriebene Lampen und Leuchten (VO 1194/2012). Sollte bei anderen Produkten ein Batterie- und ein Netzbetrieb möglich sein, können, je nach Produkt, Ökodesignvorschriften für das Produkt und / oder das Netzteil gelten.

Müssen Computermonitore die Verordnung 642/2009 für Fernseher und Fernsehmonitore einhalten?

Nein. Computermonitore sind nach Auffassung der Kommission ausgenommen, wenn sie z.B. über DVI oder SDI angeschlossen werden. Das gilt auch, wenn sie zusätzlich einen HDMI-Anschluss haben. (Siehe Leitfaden) Wenn ein Empfangsteil vorhanden ist, gelten sie aber als Fernseher.
Allerdings hat bezüglich der Energieverbrauchskennzeichnung mindestens ein deutsches Gericht dies auch schon anders entschieden.

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2014-09-17  

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BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

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